Gewiss haben große Hotels großer Hotelketten ihre Vorzüge. Doch an den Charme kleinerer Häuser mit relativ geringer Bettenanzahl reichen sie oftmals nicht heran. Individualität ist ein Merkmal, das viele Menschen auch bei Hotels immer mehr zu schätzen wissen. Der erfahrene Reisejournalist Claus Schweitzer hat daher mehr als 200 Geheimtipps in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien besucht und porträtiert diese nun in seinem Hotelführer „Traumhotels für wenig Geld“, erschienen im AT Verlag. Designhotels und Spa-Ressorts sind genauso darunter wie traditionelle Landgasthöfe. Doch so unterschiedlich die vorgestellten Unterkünfte auch sind, so haben sie doch eines gemeinsam: Sie möchten ihren Gästen einen einzigartigen Aufenthalt bieten.

Egal, ob direkt am Wasser gelegen, in den Bergen oder in der Stadt: der Autor stellt die Stärken der Hotels heraus, verschweigt aber auch nicht, wenn es mögliche Schwächen gibt. Vom Tegernsee bis nach Luzern, von Meran bis nach Cannes und von der Lombardei bis in die Provence kategorisiert Claus Schweitzer die ausgewählten Hotels unter folgenden Aspekten, für die er jeweils bis zu sechs Sternchen vergibt: Ambiance, Lage, Service, Zimmer, Küche und Freizeitangebote wie Tennis, Billard, Dampfbad oder Sauna.

Außerdem findet der Leser in den übersichtlich gestalteten Kurzporträts natürlich auch Angaben zur Anfahrt, Anschrift, Homepage und zum Übernachtungspreis. Auf einer ausklappbaren Übersichtskarte sind alle Hotels verzeichnet und nummeriert und lassen sich so im Innenteil leicht wiederfinden. Die Übernachtung im Doppelzimmer während der Hauptsaison kostet in den ausgewählten Hotels nicht mehr als 180 Euro. Hierin liegt der Knackpunkt des Hotelführers. Denn ob dies nun als „wenig“ oder als „viel“ empfunden wird, ist abhängig vom jeweiligen Reise-Budget und daher schwer universell zu beurteilen. Das Fernweh ist nach dieser Lektüre aber auf jeden Fall garantiert.

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